13. Türchen

„Was wäre wenn: …wir Menschen von klein auf lernen würden, dass wir hier auf dieser Erde ein bestimmtes Ziel, einen bestimmten Zweck verfolgten.

Dass wir eine bestimmte Aufgabe in unserem Leben hätten.

Diese Aufgabe würde uns und unseren Mitmenschen ein gutes Leben sowie inneren und äußeren Frieden ermöglichen.

Für diese Aufgabe gäbe es keine Noten und keine Bewertungen. Es gäbe niemanden, der sagt „du erfüllst diese Aufgabe besser als ich oder ich bin besser als du“, denn das wäre nicht Bestandteil der Aufgabe.

Es ginge einzig und allein darum, die Stimme des eigenen Herzens wahrzunehmen, danach zu leben und auch andere wertschätzend in ihrem positiven Wirken zu bestärken.

Stell dir nur mal vor: Wir Menschen sind einzigartig, unsere Körper sind ein Meisterwerk der Schöpfung, ebenso wie das ganze Ökosystemen der Erde. Unser Herz schlägt voller Liebe und unser Leben ist durchwirkt von Vertrauen.

Ein neues Zeitalter bricht an, wir leben im Zeitalter des Friedens.

Das wäre schön.

Besser noch: Vieles davon ist bereits Realität und viele von uns tragen täglich ihren Teil dazu bei.“

12. Türchen

„Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, würde ich mir für meine Kinder eine soziale und bewusste Weltgemeinschaft wünschen! Ich wünschte mir globalen Frieden.“

11. Türchen

„Wenn ich die Talkshows im Fernsehen sehe, bei denen z.B. der letzte Terroranschlag in Wien rauf und runter diskutiert wird, freue ich mich zum einen, dass Politiker und Verantwortliche zu verstehen scheinen, dass sie das Problem an der Wurzel anpacken müssen. Ihnen ist bewusst, dass Sozialisierung und Integration eine große Rolle spielen. Das ist gut. Noch mehr würde ich mich allerdings freuen, wenn wir noch weiter an der Basis ansetzten, nämlich der Basis unseres Berichterstattens und Denkens.

Ich empfinde es mittlerweile als ärgerlich, dass ein Täter eine solche mediale Aufmerksamkeit erhält, während all das Liebevolle, das jeden Tag, jede Minute, in der Welt geleistet wird, in der Nicht-Kenntnis verweilt. Die gute Tat, die tätige Nächstenliebe, die von Milliarden von Frauen und Männern täglich oft unter schwersten Bedingungen geleistet wird (ja, es ist eine Leistung, die oft die individuellen Kräfte übersteigt, zudem in einer Welt, in der diese Taten wenig Anerkennung finden), wirkt zwar für sich. Aber stell dir nur vor, wie wunderbar es wäre, wenn all diese Taten auch noch im Licht des kollektiven Bewusstseins wertgeschätzt, gewürdigt und angemessen entlohnt würden.

Womit hat ein Attentäter eine solche Aufmerksamkeit verdient? Die Liebe einer Mutter, die ihre Kinder pflegt, die Fürsorge einer Tochter, die sich um die kranken Eltern kümmert, der liebende Familienvater, der die Familie durchbringt, die Jugendlichen, die sich für den Erhalt unserer Mutternatur einsetzen, die Erde, die uns mit einem wundervollen, sich selbstregenerierenden Körper ausstattet, die unsere Nahrung umsonst wachsen lässt, die uns Wasser zum Erhalt und Luft zum Atmen schenkt. Warum konzentrieren wir uns medial nicht auf all die positiven Dinge in unserem Leben und feiern täglich voller Dankbarkeit all die wunderbaren Menschen und unsere Natur?

Anders gefragt: Warum räumen wir dem Schlechten so viel Raum ein, wenn uns das Gute überall im Kleinen und im Großen umgibt? Lasst uns doch lieber häufiger mal über das Gute in unserer Welt sprechen.“

10. Türchen

Wozu wir den Frieden brauchen

Oft hatte ich im Leben den Eindruck, dass der Frieden nicht genug geschätzt wird. An dieser Stelle ein paar spontane Ideen zur Frage, wozu wir den Frieden brauchen:

  • Wir brauchen den Frieden, um seelisch zu heilen
  • Im Frieden können wir wachsen und lernen
  • Im Frieden erzeugen wir weniger neues Leid
  • Die Natur kann sich im Frieden regenerieren
  • Wir Menschen können unsere Herzen öffnen und das Gute und Schöne besser wahrnehmen
  • Im Frieden haben wir Kapazitäten eine ökologisch nachhaltige, sozial gerechte, sinnstiftende Wirtschaft und Politik zu kreieren
  • Wir brauchen den Frieden, um unsere Lebensgrundlage und uns selbst zu erhalten

Was sind deine spontanen Antworten?

9. Türchen

„Um in dieser lauten Welt den Überblick zu behalten, reduziere ich meine inneren Wahrheiten gerne auf das für mich Wesentliche: Nie wieder Krieg! Das Wunderbare in der Welt und in meinem Gegenüber sehen und positiv verstärken! Das, was ich mir wünsche, anderen geben! Offen bleiben und nicht nur mich oder meine Nächsten, sondern die ganze Welt mitdenken!“

8. Türchen

„Ich schreibe dieses Buch als Mutter, die sich für ihre Kinder wünscht, dass sie in Liebe und Frieden ihr Leben lang gedeihen dürfen.

Ich schreibe dieses Buch als Frau, die französische Kulturwissenschaften und interkulturelle Kommunikation studiert hat und als Kind und Jugendliche in vielen Gastfamilien anderer Kulturen Zeit verbringen und lernen durfte.

Ich schreibe dieses Buch als ein Mensch, der in Deutschland sozialisiert wurde, dessen Großeltern, die Abgründe des zweiten Weltkrieges mit Haut und Haar erlebt haben und in dem es schreit „Nie wieder Krieg!“

Ich schreibe dieses Buch als eine Tochter, deren Mutter mit ihrer Familie aus der ehemaligen DDR geflohen ist und in der BRD als Flüchtling neu anfing.

Ich schreibe dieses Buch als Europäerin, die offene Grenzen, kulturellen Austausch, gegenseitige Wertschätzung, das Interesse und die offene Neugier das „Fremde“ kennenzulernen im Herzen trägt.“

Ich schreibe dieses Buch als…

7. Türchen

„Kommunikation ist sowohl das Was als auch das Wie unserer Verständigung. Kommunikation kann spalten oder einen. In meiner Vision fördern wir durch unser Kommunikationsverhalten bewusst die Liebe und den Frieden. Wir fördern Dialog, gegenseitiges Verständnis, persönliche Entwicklung, die Würde des Einzelnen, Verbundenheit und die Intelligenz der Gemeinschaft.“

6. Türchen

„Wenn wir Frieden schaffen wollen, geht das, meines Erachtens, schwer auf der aktuellen Logik von Utilitarismus (es muss mir unmittelbar etwas bringen), Egoismus (ich zuerst) und Gier (mir das meiste). Wir brauchen die Logik des Herzens (ich sehe dich, ich erkenne unsere Gemeinsamkeiten, ich halte mein Herz offen und wirke bewusst integrativ) und der Liebe (ich sehe und spüre die Würde in allen Lebewesen und der Natur, ich bin dankbar und voller Freude, dass ich ein Teil davon sein darf). Die Logik des Herzens und der Liebe trägt zur Versöhnung unser aller Herzen und somit zum inneren und äußeren Frieden bei.“ Wie würdest du die Logik des Herzens und der Liebe beschreiben?

5. Türchen

„Jehuda Bacon, ein Auschwitz-Überlebender sagte: „Jeder Mensch trägt einen göttlichen Funken in sich und dieser Funke ist unzerstörbar. Der Mensch tendiert zum Guten. Kann allerdings auch das Böse leisten. Solange wir leben, müssen wir uns entscheiden.“ So wie wir Gutes säen und verbreiten, können wir auch Hass und Aggression schüren. Das Positive gilt es zu bestärken. Es ist eine Entscheidung in jedem Einzelnen in jeder Sekunde. Auch mal über den eigenen Schatten springen zu können, eigene Kränkungen hinunterzuschlucken, das können Menschen, die innerlich stark und weitestgehend ausgeglichen sind. Es geht um die Befähigung des Menschen zur eigenen, inneren Stärke.“